Politischer Lebenslauf

Schon früh hat mich die Politik begeistert. Engagement beweisen, Erfahrungen sammeln, Spaß an Erfolgen haben, mitreden, mitentscheiden. Als zwölfjähriger wurde ich Mitglied der Schüler Union und betätigte mich während der gesamten Gymnasialzeit in verschiedenen -auch überregionalen- Schülerzeitungen. Ich war bereits frühzeitig in Vorständen der Jungen Union, der CDU und der CDU Mittelstandsvereinigung tätig.

Kommunalpolitisch führte mich mein Weg dann ab 1984 weiter über die Mitgliedschaft in verschiedenen Ausschüssen der Stadt Siegen bis hin zum Ratsmitglied von 1999 bis 2003. Parallel  wirkte ich als ordentliches Mitglied in diversen Ausschüssen mit und wurde ab dem 01.10.2003 mit großer Mehrheit zum Beigeordneten der Stadt Siegen für Schule, Kultur, Sport, Jugend und Soziales gewählt.

Am 23. September 2007 wurde ich schließlich erstmals mit 59 % der Stimmen zum hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Siegen gewählt. Bei der Bürgermeisterwahl 2014 wurde ich – bei sechs Gegenkandidaten – direkt im ersten Wahlgang mit 55 % aller Stimmen als Bürgermeister im Amt bestätigt.

 

Siegen zu neuen Ufern

So lautet der Titel des Regionale-Projektes der Stadt Siegen. Dahinter verbirgt sich die Renaturierung der Sieg, der Abriss der Siegplatte sowie die Neu- und Umgestaltung der Innenstadt – inklusive Einzug der Universität Siegen ins Untere Schloss.

Besonders wichtig ist mir bei der Umsetzung des Projektes „Siegen – zu neuen Ufern“ die enge Bürgerbeteiligung und detaillierte Bürgerinformation, beispielsweise zum Auftakt eines europaweit ausgeschriebenen Gestaltungswettbewerbs, mit öffentlichen Veranstaltungen wie dem Innenstadtforum oder auch Baustellenführungen, die ich häufig selbst durchführe. Unter dem Punkt Aktuelles sind viele der einzelnen Bauabschnitte beschrieben.

 

Universität Siegen

Keine andere Institution hat für die Zukunft Siegens eine so herausragende Beudeutung wie unsere Universität. Sie ist nicht nur der größte Arbeitgeber in der Stadt, sondern darüber hinaus wichtiger Impulsgeber für Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft in Siegen. Vor allem in Zeiten so gravierender demografischer Veränderungen ist die Bedeutung unserer Universität als Standortfaktor nicht zu übertreffen. Das Image unserer Stadt außerhalb Siegens wird bundesweit vor allem durch die Absolventen unserer Universität und ihrer Berichte über Siegen geprägt.

Deshalb ist es das gemeinsame Ziel von Universität und Stadt, möglichst viele Fakultäten in der absoluten Innenstadtlage zu verankern. Die ersten ganz wichtigen Schritte sind dazu bereits umgesetzt. Das Untere Schloss ist seit 2016 das Kernstück des neuen Campus Unteres Schloss, zu welchem auch der größte Teil des ehemaligen Stadtkrankenhauses gehört. Durch gemeinsame Anstrengungen von Universität, Land, Stadt und Privatunternehmen konnten diese beiden stadtbildprägenden Gebäude in den Jahren 2014-2016 für universitäre Zwecke umgebaut werden. Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit rd 4000 Studierenden ist jetzt dort eingezogen. Aber es wird noch weitergehen. Zwischen Obergraben und Unterem Schloss wird ein neues großes Mensagebäude entstehen und das oberste Stockwerk des Karstadt-Gebäudes wird zum Hörsaal Forum für rund 1500 Studierende.

Das führt dazu, daß wir endlich studentisches Leben in unserer Innenstadt haben. Dazu gehört aber auch, dass die Bürgerinnen und Bürger Siegens ebenfalls den Stellenwert der Universität zu schätzen lernen, so wie es in Heidelberg oder Münster seit Jahrhunderten der Fall ist. Diese Ziele zu erreichen sind einige meiner wichtigsten Zukunftsvorstellungen. Wir nähern uns dem mit vielen kleinen und sehr großen Schritten. Z.B. der offiziellen Bezeichnung Siegens als Universitätsstadt auf Ortseingangsschildern und Briefkopf, was nur durch eine gemeinsame Initiative mit meinen Hagener und Wuppertaler Amtskollegen beim Landesgesetzgeber möglich wurde.

 

Gewerbegebiete

Das Gewerbeflächendefizit in der Stadt Siegen liegt bei etwa 100 ha. Der aktuelle Einbruch der Gewerbesteuern zeigt: Wir sind abhängig von einer stabilen Gewerbesteuer. Und wir brauchen ortsnahe Arbeitsplätze. Für die Zukunft der Menschen. Für die Zukunft unserer Stadt. Ich habe daher unmittelbar nach meinem Amtsantritt die nötigen Vorraussetzungen für eine schnelle Erschließung der ersten beiden Gebiete geschaffen. So finden seit 2013  Neuansiedlungen in den Gebieten „Leimbachtal“ und „Martinshardt“ statt. Beide neuen Gebiete sind jetzt fast vollständig vermarktet, sodass die Erschließung neuer Flächen, zum Beispiel "Martinshardt II" und "Oberschelden-Seelbach" drängt.

 

Straßensanierung

Noch nie ist in der Vergangenheit soviel Geld in einem langfristig geplanten Programm für die Straßensanierung investiert worden. Auf mein Wahlkampfversprechen und die Initiative der CDU-Fraktion hin hat der Rat der Stadt Siegen 2008 ein Straßensanierungsprogramm beschlossen. Das Programm wird laufend fortgeschrieben. In den letzten Jahren sind eine Vielzahl von Straßen, die sich in einem katastrophalen Zustand befanden, saniert worden, z.B.: Leimbachstraße, Wellersbergstraße, Tiergartenstr. Wenschtstr., Freiengründer Str., Schießbergstr., Achenbacher Str., Friedrich-Wilhelm-Str., Marienborner Str., Sandstr., Am Kampen, Industriestr., Kochs Ecke, Kreisel Eiserfeld, Kichtaler Weg, Siegtalstr., Eiserfelder Straße.  Auch wenn bedingt durch die Wirtschaftskrise die Investitionen langsamer fließen, ändert dies nichts an unserem Engagement: Die Menschen in Siegen haben Anspruch auf ein intaktes Straßennetz. 

Besonders erfreulich ist es, dass es in enger Abstimmung von Bund, Land und Stadt Siegen gelungen ist, dass die Hüttentalstraße mit beeindruckenden Tunnel- und Brückenbauwerken im Siegener Süden im Jahr 2017 fertiggestellt worden ist. Das hat nicht nur dazu geführt, dass die Wohngebiete im Siegener Süden vom Schleichverkehr entlastet werden, sondern bewirkte darüber hinaus enorme Zeitersparnisse für die Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit. Nun können in den folgenden Jahren endlich auch die Eiserfelder Straße und die Niederschelder Schossi saniert werden. ​

 

Kinder- und Familienfreundlichkeit

Die besondere Attraktivität der Universitätsstadt Siegen für junge Familien mit Kindern hat eine Demographie-Untersuchung der Bertelsmann -Stiftung bestätigt. Danach zählt Siegen zu den 11 bundesdeutschen Großstädten, die sich besonders durch hohe Wohnqualität auszeichnen. Unter meiner Federführung zunächst als Beigeordneter und jetzt als Bürgermeister hat Siegen eine eindeutige familien- und kinderfreundliche Ausrichtung erfahren und gestaltet den demographischen Wandel in der Gesellschaft positiv. Extrem günstige Kita-Beiträge, bedarfsgerechter U3-Ausbau auf hohemNiveau, umfangreiches Schulsanierungsprogramm, Spielplatz-Ausbau, günstige Mieten und Preise für Wohneigentum - das sind nur einige der Stichworte der Siegener Erfolgsbilanz.

 Aber auch im Freizeitbereich wird die Familienfreundlichkeit permanent verbessert. Dazu gehört auch der neu errichtete Erlebnispfad im historischen Tiergarten, der viele attraktive Erlebnisstationen für Jung und Alt bereithält. Die Ergebnisse der Anstrengungen können sich sehen lassen. Der seit Jahrzehnten anhaltende kontinuierliche Bevölkerungsverlust ist seit 2010 gestoppt. Seitdem steigt die Einwohnerzahl in Siegen kontinuierlich.
 

Sportförderung

Neben dem Angebot hochwertiger Betreuung und Bildung trägt der Sport wesentlich zur Attraktivität der Universitätsstadt Siegen bei. Als Bürgermeister liegt mir die optimale Sportförderung am Herzen und vorrangig die Sanierung von Schwimmbädern und Sportplätzen. Dabei habe ich mich intensiv für den Neubau der Edelstahlfreibäder in Kaan-Marienborn und Geisweid, das Naturfreibad in Seelbach sowie für die Kunstrasenplätze eingesetzt, die von den Bürgern, insbesondere den Aktiven, sehr begrüßt werden.
Allein von 2007 bis 2013 wurden in enger Kooperation mit den Vereinen in Gosenbach, Trupbach, Kaan-Marienborn, Geisweid, am Giersberg, in Geisweid, in Eisern, im Leimbachtal und in Setzen neun Sportplätze modernisiert und in Kunstrasenplätze umgebaut.

Ganz besonders freut mich, dass es dank des DAV und vieler Sponsoren mit Unterstützung der Stadt endlich gelungen ist, in Siegen eine hochmoderne Kletterhalle zu errichten. Insbesondere in einer attraktiven Universitätsstadt wie Siegen sind solche Angebote für junge Menschen von großem Interesse. Deshalb hat die Stadt auch in Kooperation mit dem Verein Mountainbike Siegerland e.V. einen neuen Flowtrail für Mountainbiker vom Fischbacher Berg bis in die Numbach eröffnet, der es Mountainbikern ermöglicht, auf 4 km Länge durch den Wald einen Höhenunterschied von rund 200 m zu überwinden. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in der weiteren Umgebung.


 

 

Siegener Schulen

Auch bei der Sanierung unserer Schulen wurden in den vergangenen Jahren große Erfolge erzielt: Nie zuvor wurde in Siegen mehr in die Sanierung der Schulen investiert. Dies ist ein wesentlicher kommunaler Beitrag zur Verbesserung der Bildung in Siegen, denn nur in zeitgemäßer, angenehmer Lernumgebung läßt sich mit Freude lernen und unterrichten. Das aufgelegte Schulsanierungsprogramm wird daher auch weiterlaufen, weil weiterhin Handlungsbedarf besteht. 

Der demographische Wandel zwingt uns im Moment dazu, die Schullandschaft mit großem Augenmaß zu beobachten. Zur Zeit ist der Trend zu sinkenden Schülerzahlen gestoppt. Da zahlt es sich aus, dass in meiner Amtszeit nicht radikal Schulen geschlossen oder zusammengelegt wurden. Gemeinsam mit der CDU Fraktion im Rat habe ich immer die Auffassung vertreten, dass wir die bestehenden Schulen so lange aufrecht erhalten müssen, wie dies möglich und pädagogisch sinnvoll ist. Parallel dazu haben wir wichtige schulorganisatorische Maßnahmen getroffen, die eine optimale Beschulung der Siegener Schülerinnen und Schüler gewährleisten (neue Gesamtschule auf dem Schießberg, neues Schulzentrum auf der Morgenröthe, Übernahme des Siegerlandkollegs und Zusammenlegung mit dem städtischen Weiterbildungskolleg zu einem Zentrum für Erwachsenenbildung, Erweiterung der Gesamtschule Eiserfeld und Sicherung der städtischen Förderschule…).
 

Ehrenamt fördern

Siegen ist eine Ehrenamtsstadt. Das Engagement ist in Siegen herausragend und auch im Landesvergleich außergewöhnlich groß. Das stellen wir gerade jetzt bei der Betreuung der inzwischen ca. 1500 Flüchtlinge in Siegen fest. Ob im Sport, im Sozialbereich, bei den Kirchen, in der Kultur, im Heimatverein oder bei der Feuerwehr - auf die Siegener Ehrenamtlichen ist Verlaß. Deshalb ist es mein Ziel, das Ehrenamt weiter zu stärken. Unmittelbar nach meinem Amtsantritt habe ich daher einen Ehrenamtsbeauftragten ernannt, die Ehrenamtskarte in Siegen eingeführt und gebe jährlich einen Ehrenamtsempfang. Die Unterstützung des Ehrenamts durch die Stadt Siegen durch Förderung und Bereitstellung städtischer Infrastruktur ist trotz unserer Haushaltslage oberste Zielsetzung. Daher hat auch unser Ehrenamtskonzept bei der Freiwilligen Feuerwehr bereits gegriffen und wir können gegen den Landestrend Zuwächse in der Freiwilligen Feuerwehr feststellen.

Durch die Einrichtung der "Regiestelle Leben im Alter" noch in meiner Zeit als städtischer Beigeordneter ist es darüberhinaus gelungen, noch mehr Senioren für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Ein Erfolgsmodell sind z.B. die Heinzelwerker, die ehrenamtlich kranke und alte Menschen handwerklich im eigenen Haus unterstützen.