Siegen zu neuen Radlern

Neue Schutzstreifen für Radfahrer an Bergauf-Strecken

Mit der neuen Fahrrad-Image-Kampagne "Siegen zu neuen Radlern" unterstützt die Universitätsstadt Siegen den innerstädtischen Radverkehr. Die Kampagne ist erster "Baustein" einer neuen Willkommenskultur für Fahrradfahrer.
Zum Start der Fahrradsaison stellte Bürgermeister Steffen Mues (CDU) bei einem Pressetermin am Dienstag, 12. April 2016, die Siegener Fahrrad-Image-Kampagne vor: „Sie soll der Anfang einer Willkommenskultur für Radfahrer sein und der Verbesserung des Radfahrklimas in Siegen dienen.“ So sollen u.a. Banner die Sicherheit von Radfahrern an markanten Stellen im Stadtgebiet erhöhen, wie zum Beispiel in der Ortsmitte Eiserfeld oder am Geländer der Ferndorfbrücke gegenüber der HTS-Anschlussstelle Siegen-Geisweid.

"Schutzraum" für Radfahrer

Ein weiteres, wichtiges Element der neuen Rad-Image-Kampagne sind markierte, 1,25 Meter breite Schutzstreifen: Sie sind als Teil der Fahrbahn durch eine unterbrochene Linie und mit Fahrrad-Piktogrammen gekennzeichnet - als "Schutzraum" für die Radfahrer gegenüber den schnelleren Autofahrern. Die Schutzstreifen sind übrigens - im Gegensatz zu Radwegen - nicht den Radfahrern vorbehalten, sondern können im Bedarfsfall überfahren werden. Der seitliche Sicherheitsabstand von 1,50 Meter, den Autofahrer zu Radfahrern einhalten müssen, gilt aber weiterhin. Schilder entlang der Steilstrecken weisen Autofahrer auf den nötigen Abstand hin.
Die Schutzstreifen sind künftig an mehreren, unter Radfahrern "berüchtigten" Bergauf-Strecken im Stadtgebiet vorzufinden: neben der Giersbergstraße auch noch in der Ypernstraße, Am Eichenhang und in der Hofbachstraße. Sie wurden im Arbeitskreis Radverkehr diskutiert und vom Verkehrsausschuss am 1. Februar 2016 beschlossen.

Schutzstreifen an Steilstrecken bergauf

Anders als die Schutzstreifen auf beiden Fahrbahn-Seiten wie an der Birlenbacher Straße, der Eiserfelder Straße und der Geisweider Straße, erhalten die genannten "Bergstrecken" die Schutzstreifenmarkierung nur in Fahrtrichtung bergauf. Bergab ist wegen des geringeren Tempounterschieds zwischen Radfahrern und Pkw-Fahrern keine Markierung erforderlich. Bürgermeister Mues wies daraufhin, dass die "Erfahrungen mit Schutzstreifen in anderen Kommunen sehr gut seien". „Die Markierungen werden von Autofahrern gut akzeptiert und sorgen bei Radfahrern für ein verbessertes Sicherheitsgefühl.“

Der Rat der Stadt Siegen hatte die Verwaltung am 1. Oktober 2014 beauftragt, ein umfassendes Radverkehrskonzept für Siegen zu entwickeln und die Entwicklung durch eine Arbeitsgruppe begleiten zu lassen. Von dieser wurde die Fahrrad-Image-Kampagne erarbeitet. Mit dabei sind neben Vertretern von Rat und Verwaltung auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), der Seniorenbeirat und das Verbundprojekt Remonet der Universität Siegen mit der Initiative "I BIKE SGN", die das Image des Radverkehrs in Siegen fördern möchte. Die Stadt Siegen bietet rund 19 Kilometer straßenunabhängige Radwege und etwa 15 Kilometer an Radwegen und Radfahrstreifen.