Vorbereitungen für Gewerbegebiet Martinshardt II

Seit einigen Monaten sind die "Bergbauliche Erkundungsbohrungen" im geplanten Gewerbegebiet "Martinshardt II" im Oberen Leimbachtal in Siegen in vollem Gange. Ziel ist, das Gebiet auf Hohlräume durch (ur-)alte Stollen und Schächte zu untersuchen.
 

„Die Martinshardt war bereits über viele Jahrhunderte bis in die Neuzeit ein Wirtschaftsstandort, und wird es wieder als neuer Standort für zukunftsfähige Technologie und innovative Unternehmen“, begrüßte Bürgermeister Steffen Mues die Anwesenden bei einem Pressetermin. „Zukunft trifft hier auf Vergangenheit.“

In dem geplanten Gebiet sollen rund 14 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen entstehen. Die städtischen Fachplaner befinden sich derzeit abteilungsübergreifend in der Bauleitplanung, also in den vorbereitenden Arbeiten, um einen Bebauungsplan zu erarbeiten und somit Baurecht zu schaffen. Bergbauspezialist Dr. Hamid Amrollahi vom Fachplanungsbüro arccon sowie Martin Thomas, stellv. Leiter der städtischen Straßen- und Verkehrsabteilung, zogen eine erste Zwischenbilanz der bisherigen Arbeit: Rund 200 Bohrungen in bis zu 60 Meter Tiefe werden bis Ende August abgeschlossen, fast zwei Drittel der Erkundungen sind bereits fertig:

„Die Flächen können baureif gemacht werden“
, urteilt Bergbau-Experte Dr. Hamid Amrollahi.


Die Wirtschaftsförderung der Stadt Siegen plant, die verfügbare Fläche ab Ende 2022 zu vermarkten. Bürgermeister Mues: „Unser Ziel ist es, die Standortsicherung bestehender Unternehmen zu gewährleisten und die Neuansiedlung von Unternehmen nachhaltig zu unterstützen.“